Garteninseln

Im Frühling müssen wir unsere Garteninseln aus der sie umgebenden Wildnis zurückgewinnen. Marianne hält die Insel beim Haus  bis in den Herbst hinein so gut offen, dass sie nach dem Jäten mit Pflanzen beginnen kann.

Jetzt sieht die Insel gegen Westen so aus:

Und hier ein Blick nach Osten:

Hinter dem Atelier müssen die kleinen Inseln jeweils auf heftigere Art für die Bepflanzung zurückgewonnen werden.

Nach der Besiedlung mit Kürbis-und Zucchettipflänzchen sieht dieses Inselchen jetzt so aus:

Am Abend lindert Harry Belafonte mit viel Schmelz in der Stimme die Rückenschmerzen und erinnert mich an den kleinen Plattenspieler aus dunkelgrünem Bakelit und die Belafonte-Platte, die mir meine Tante Heidi zu Weihnachten schenkte, als ich ein Achtklässler war.

Talsicht

Dieses Foto nahm ich um 1970 für mein 1972 im Verlag Paul Haupt in Bern erschienene Heimatbuch „Die Centovalli“ auf. Vom  Älpchen Saltic aus öffnet sich die Sicht westwärts ins „Tal der hundert Täler“. Wie so ganz anders präsentiert sich die Talsicht  etwa dreihundert Meter von unserem Haus entfernt nach Süden hin:

Gemeinsam haben die beiden Fotos, dass sich die Sicht über Landesgrenzen hinaus öffnet, aus den Centovalli nach Italien, aus dem Okanagan Valley in die USA. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre: Von unserem Haus auf dem Secrest Hill aus können wir dank der von Robert Zuber in Costa über Borgnone eingerichteten Webcams jederzeit auch einen aktuellen Blick in die Centovalli werfen! ( https://centovalli-tessin.ch )

Zum Schluss eine Aufnahme, die  ich im Sommer etwa zehn Autominuten von uns entfernt machte. Hier hatte zwischen 1888 und  1920 das Goldgräberstädtchen Fairview gestanden.

Blick auf den südlichsten Teil des Okanagan Valley.

Sternverbindung

Nachdem ich meinen letzten Beitrag mit einem Foto unserer auf dem Dach installierten Satellitenschüssel einleitete, zeige ich hier jetzt das Teleskop, das Sohn Manuel uns schenkte, damit wir in die weiteste Ferne blicken können. Es ergänzt unseren  grossen astronomischen Feldstecher und ein Fernrohr, das wir vor allem für die Beobachtung von Vögeln kauften. Dieses „Fieldscope“ bringt auch den Mond so nahe, dass die Krater deutlich sichtbar werden. Als ich kürzlich mit meiner kleinen Kamera durch das „Fieldscope“ fotografierte, stellte ich fest, dass sich der Mond in ein Gestirn der besonderen Art verwandelt hatte.

Auch wenn der Nachthimmel über uns für die Sternbeobachtung wunderbar dunkel ist, entsprechende Fotos können wir mit unseren Kameras nicht machen. So bat ich Manuel, mir für diesen Beitrag zwei seiner Aufnahmen per Satelliten-Fernverbindung zu schicken. Die erste zeigt die Milchstrasse über der Bütschelegg im Kanton Bern.

Das zweite Foto nahm Manuel  in den Centovalli auf.

Fernverbindung

Diese „Schüssel“ verbindet uns über einen chinesischen Satelliten mit dem Internet und stellt, zusammen mit dem Telefon, die Verbindungen her, die in der Zeit der Covid-19-bedingten „Selbstverinselung“ besonders wichtig sind. Auf dem folgenden Foto sieht und hört sich Marianne eine Privatlektion ihrer Geigenlehrerin an:

Über „Zoom“ trafen sich die „RipOff Artists“ (Blog-Beiträge vom 29. Juni und 10. Juli 2019) kürzlich zur Besprechung ihrer RipOff-Woche 2020, die in „virtueller“ Form stattfinden soll. Ein paar Tage später versammelte sich, ebenfalls über „Zoom“, das kanadische Parlament unter dem Vorsitz von Premierminister Justin Trudeau. Dank der „Schüssel“ auf unserem Dach finden auch immer wieder erfreuliche Überraschungen aus der Schweiz den Weg zu uns, hier zum Beispiel einer der Fische, die Enkel Raphael in der Umgebung von Bern fing:

Alet aus der Gürbe

In Gedanken konnten wir uns dann mit an den Tisch setzen, auf dem Raphael die als „Tätschli“ zubereiteten Fische servierte. Hier sein Rezept (am Telefon diktiert): 1) Filetierte Fische (Rückgrat entfernt, Gräte noch vorhanden) mit Zitronensaft beträufeln, um die Gräte aufzulösen. 2) Altes Brot in Milch einlegen, Brot auspressen. 3)  Die mit Salz und Pfeffer gewürzten Fische mit dem Brot und etwas Zwiebeln durch den Fleischwolf drehen. 4) Ein Ei (Eiweiss und Eigelb) in die klebrige Masse kneten. 5) Kleine Kugeln formen und panieren. 5) Kugeln in der Bratpfanne im heissen Öl flach drücken und beidseitig braten.

Sieht doch ausgesprochen lecker aus!

Im Bach, der unser Grundstück im Süden begrenzt, leben keine FIsche. Doch als ich dort vor ein paar Tagen ein paar Fotos machte, stiegen in mir trotzdem schöne Erinnerungen an das gemeinsame Fischen in mehreren Seen in unserem Tal auf. Sohn Manuel und Sohnessohn Raphael waren dabei immer wieder erfolgreich  (Blog-Beitrag „Anglerglück“ vom 21. Oktober 2018). Ich machte mich, nach erfolglosen Versuchen, jeweils als Assistent nützlich.

King Spring

Blühende Saskatoon-Berry-Sträucher vor unserem Haus.

In einer Zeit der geschlossenen Kinos, Konzertsäle und Theater geniessen wir es ganz besonders, dass König Frühling auch ums Haus und Atelier herum und bei unserem Briefkasten an der Strasse unten in vollem Ornat auftritt, von Vogelgesang und Blütenduft begleitet.

Oregon-Grape-Blüten hinter dem Haus

Auch Okanagan Frühlingssonnenblumen leuchten überall, hier bei meinem Atelier:

Ihre Blütenpracht in der Nähe unseres Briefkastens lässt sich am besten mit dem Wort einfangen, das der Vater unserer Freundin Brita dafür prägte: „Sonnenrausch“.

Und manchmal können wir hinter dem Atelier einen spektakulären Abendhimmel geniessen.

„Inselnest“

Das aktuelle Foto zeigt unser hinter Bäumen verstecktes „Inselnest“ mit frisch erblühten Saskatoon-Berry-Sträuchern im Vordergrund. Das Wort entnehme ich einer E-Mail, die unsere Freundin Brita von ihrer Schwester Lennor aus Victoria, Vancouver Island, erhielt: „From Inselnest where flowers bloom and thoughts grow.“ Es passt so gut zur Covid-19-bedingten „Selbstverinselung“ und führt mich zurück zur Reinigung unserer Bluebird-Kästen (Blog-Beiträge vom  14. und 29. März 2020). Während die Vögel wieder am Nisten sind, hier das Foto eines im letzten Jahr von Bluebirds gebauten Nests:

Es sieht komfortabel aus, allerdings nicht ganz so flauschig wie das Nest von Meisen, die sich in eine Bluebird-Box „eingemietet“ hatten:

Eher spartanisch mutet das Nest eines Zaunkönig-Pärchens an. Die jungen Prinzesschen und Prinzchen werden da nicht verwöhnt.

Zum Schluss das Foto eines Meisenhaus-Luxusmodells. Es befindet sich in unserer näheren Umgebung, wird aber nicht von uns betreut.

Von und zu unserer „Insel“: Schmetterlinge

Schwiegertochter Regine schickte zu unserer grossen Freude die prächtigen „Farfalle colorate“, die Enkelin Sonja kreiert hatte (Randenpüree fürs Rot, Kurkuma fürs Gelb),  auf den weiten Weg von Bern zu uns.

Eine nicht ganz so lange Strecke (aber immerhin!) fliegen die Monarch-Schmettterlinge aus  Mexiko. Leider sehen wir sie nur selten, wenn sie im Frühsommer an den stark duftenden Milkweed-Blüten vor unserem Haus „nippen“.

Mit Aprilglockengeläut aus unserem Garten

und dem Leuchten von Okanagan Frühlingssonnenblumen neben meinem Atelier

schicke ich herzliche Ostergrüsse in die Weite…

Von und zu unserer „Insel“ 2

Nach einem kurzen Training paddelten Tochter Priska

und Schwiegersohn Ronny

heute im Kanu von ihrem Garten aus (mit dem nötigen durstlöschenden Proviant versehen…) zu unserer grossen Freude aus der Schweiz zu uns ins Okanagan Valley.

Von und zu unserer „Insel“

Welch ein Glück, dass wir in einer Zeit der „Selbstverinselung“ dank Telefon und E-Mail unsere Familie, unsere Freunde und Bekannten immer wieder ganz nahe haben! Hier telefoniert Marianne mit Enkel Raphael, der ihr das Spiel „Clash of Clans“ in alle Einzelheiten erklärt.

Warum Bluebird-Kästen?

Dieses Foto nahm Marianne beim Morgenessen auf. Titel: „Kurts Vogel“. In einer Zeit der Covid-19 – „self isolation“ sind wir mit unserem grossen Umschwung, der an ein Naturreservat grenzt, sehr privilegiert. Wir können uns so oft und so lange wir wollen draussen aufhalten, spazieren, im Garten arbeiten.

Heute möchte ich an meinen Beitrag vom 14. März im Zusammenhang mit den Bluebird-Nistkästen anknüpfen. Bei uns kommen der Western Bluebird (im Bestimmungsbuch oben rechts) und, seltener, der Mountain Bluebird vor, Zugvögel, die den Winter in Arizona und Mexiko verbringen. Waldbrände und das Fällen von toten Bäumen führten dazu, dass die Bluebirds immer weniger natürliche Bruthöhlen fanden. Wichtig für sie sind vor allem verlassene Spechtlöcher.

Mit dem Einrichten von Nistkästen gelang es Naturfreunden in Kanada und in den USA, die prächtig blauen Vögel vor dem Aussterben zu bewahren.

Die nach der Reinigung in die Kästen gestreuten Zedernholzspäne halten Ungeziefer ab.