2012 erschien im Theaterverlag Elgg mein Jugendtheaterstück „Das Museumsgespenst“. Seither wird es immer wieder von Abschlussklassen aufgeführt. Ich bin alt geworden, doch das Stück ist zum Glück jung geblieben.

Zu diesem Stück inspiriert wurde ich durch das Heritage Museum in Oliver, British Columbia.

Während zehn Jahren war ich Vorstandsmitglied der Oliver Heritage Society.

Beim Aufräumen des vollgestopften Museumskellers stiessen wir auf vier verstaubte, von Spinnweben überzogene Sessel aus dem 1946 erbauten Oliver Movie Theatre, das heute als Heritage Building geschützt ist.

Die damalige junge Museumskuratorin wagte es nicht, sich allein in den Keller zu begeben. Es sei dort unten unheimlich.
Genau genommen waren es die vier Kinosessel und die Aussage der Kuratorin, die mich zu meinem Stück inspirierten. Die Kuratorin trat übrigens bald darauf eine Stelle als Kosmetikerin an.
Doch jetzt zum Stück:
Zwei Schülerinnen der elften Klasse erleben als Sommeraushilfen im Museum eine turbulente Zeit. Zusammen mit dem Museumsdirektor Brian Greenwood gestalten sie eine kleine Sonderausstellung zur Geschichte des Oliver Kinos und richten die alten Sessel als Blickfang ein.
BRIAN: Irgendwie werden wir einen Platz für die vier alten Kinosessel finden. Oder wenigstens für zwei davon. TERRY: Sie sind echt cool. Meine Eltern erinnern sich noch, wie aufregend es war, als sie das erste Mal zusammen ins Kino gingen. MIRANDA: Vielleicht gaben sie sich gerade in diesen Sesseln zum ersten Mal einen Kuss. Mega romantisch! BRIAN (lacht): Wir könnten dann ein entsprechendes Schildchen anbringen.

Das Kino zeigt jedes Jahr eine Serie von neuen sehenswerten Filmen zum Eintrittspreis von $10 pro Person.

Hier ein Blick in den Kinosaal, wie er sich heute präsentiert:

Nicht vermitteln kann ich mit diesem Foto den Geruch von Popcorn, das in grossen Behältern in der Lobby verkauft wird.
